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Vom Mount Kosciuszko in den Brutkasten
Die Rückfahrt in östlicher Richtung erfolgte zum richtigen Zeitpunkt. Vom Norden her drückte eine gewisse Wärme in die südlichen Gebiete und die Rückkehr in den Kosciuszko-Alpine Nationalpark passte perfekt zu unserem Programm. In den Bergen sollte es etwas kühler sein und zu unserer Überraschung; es hatte wieder freie Stellplätze auf den Campingplätzen der Nationalparks.
Für mich (Tom) war es auch fast wie Weihnachten im neuen Jahr. Am letzten wolkenfreien Tag konnte ich die weite Wanderung auf den Mount Kosciuszko, den höchsten Berg Australiens, unternehmen. Den Aufstieg über den fast strassenähnlichen Wanderweg bis zum Gipfel unterbot ich zeitlich um einiges, und mit viel Euphorie entschloss ich mich, den empfohlenen Rundwanderweg zu absolvieren. Vielleicht waren die letzten Kilometer schlussendlich doch etwas zu viel. Total erschöpft erreichte ich den Parkplatz beim Charlotte Pass und war froh, dass Chantal mich zurück zum Campingplatz chauffierte.
Zwei weitere Tage verbrachten wir im Kosciuszko-Alpine Nationalpark und genossen die wunderbaren Campmöglichkeiten an den Flüssen. Trotz der angekündigten Hitzewelle mussten wir weiter in westlicher Richtung; ein Autoservice stand in Albury an. Leider planten wir diesen Service in einer Zeit, wo alle ihre Autos warten möchten und wir mussten uns zeitlich etwas gedulden. Der Pool auf dem Campingplatz bot uns nur eine eingeschränkte Abkühlung. Kaum waren wir aus dem Wasser floss der Schweiss über die Stirn.
Nach dem Autoservice und der Entgegennahme einer längeren Mängelliste verliessen wir Albury und folgten dem Murray River weiter westwärts. Das Thermometer stieg täglich weit über 40°C und selbst der Klimaanlage des Toyota war diese Wärme zu viel; wir hatten das Gefühl, dass nichts mehr kühlte. Als das Thermometer 46°C anzeigte, steuerten wir einen wunderbaren Stellplatz in einem Nationalpark an und kühlten unsere Körper im erfrischenden Wasser der Murray. Für uns war sofort klar; wir folgen diesem Fluss.
Die Hitzewelle aus dem Zentrum Australien sollte sich noch weitere Tage über den Süden halten. Unsere ursprüngliche Reiseroute wurde «wärmebedingt» neu angepasst. Statt in die Wärme hinein zu fahren, folgten wir weiter dem Murray River, so dass wir abends uns – je nach Möglichkeit – im Wasser wieder auf normale Temperaturen abkühlen konnten. So folgten wir dem Fluss, wechselten zwischen New South Wales und Victoria hin und her, durchstreiften weite landwirtschaftlich genutzte Flächen, Staatswälder und Naturschutzgebiete.
Wir waren bereits wieder in Südaustralien (Bundesstaat), wo sich die Murray in einer 90° Wende in Richtung Süden abdreht. Für uns war es ein letztes Bad im erfrischenden Wasser. Ab Morgan stand uns eine weite und fast monotone Strecke durch die australische Kornkammer bevor. Wir legten diese Strecke in einem, für uns fast untypischen Rekordtempo zurück. Beim Remarkable Nationalpark gab es einen kurzen Unterbruch; der Wandergeselle (Tom) wollte noch unbedingt die Alligator Schlucht erkunden.
Anschliessend folgten wir durchs Hinterland und suchten vergebens verschiedene historische Orte auf, wo es, gemäss unserer Karte, gewisse sehenswerte Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gäbe. Wir rasten viele Kilometer über Schotterstrassen und Weg hinaus in verlassene Gebiete, wo es schlussendlich nichts zu bestaunen gab. Etwas enttäuscht fuhren wir über Quorn nach Port Augusta.
In Port Augusta studierten wir lange und ausgiebig die Wetter- und Wärmeprognosen. Wir diskutierten auch lange, ob wir die 750 Kilometer nach Coober Pegy fahren möchten oder nicht. Irgendwie sollte man diesen Ort – gemäss meinem (Tom) Reiseführer – besuchen, auf der anderen Seite war die grosse Wärme ein gewisses Hemmnis. Für die nächsten Tage waren rund 40°C tagsüber und in der Nacht rund 20°C vorhergesagt. Eigentlich fast akzeptable Werte für den australischen Sommer!
Wir besorgten uns Lebensmittel für 5 Tage und füllten den Benzintank und unsere Wasserreserven komplett auf. Noch am gleichen Tag brachen wir auf ins australische Outback mit den endlosen Weiten. Wir waren gespannt, was Coober Pegy einen Besuch wert macht.
Chantal u. Tom/Januar 2026


















































































