Category: Reiseberichte

Auf nach Island

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Es war schon etwas ärgerlich als mich (Tom) eine Magen-Darmgrippe einen Tag vor unserer Abreise ins Bett legte. Obwohl alles bereit war, müssen in der Regel vor einer Abreise noch viele Kleinigkeiten erledigt werden, die man vorher kaum tun kann oder vergessen wurden. So musste schlussendlich Chantal die schweren Gepäckstücke zum Jeep schleppen und in diesem verstauen, während ich gekrümmt im Bett lag und auf schnelle Besserung hoffte. Da wir uns für die Reise nach Hamburg für den Autoreisezug entschieden hatten, war ein anderer Abreisetag nicht möglich und so ging es – Chantal mit ihrem leblosen Mann – auf eine kurze Abschiedstour. Der Jeep war im Lörracher Güterbahnhof schnell oben auf dem Transportwagen und ich (Tom) noch schneller im Schlafwagenabteil in der Horizontalen. Weiterlesen

Tour de Suisse…

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….einmal um unser Land!
Anfangs Mai war es endlich wieder soweit; wir starteten erneut durch. Nein, nicht auf die grosse Runde um die Welt. Pandemiebedingt durften wir weiterhin nur kleine Sprünge wagen. Doch nach fünfeinhalb Monaten im Asyl war für uns jede noch so kleine Tour eine gewisse Erlösung vom Stillstand. Zumal wir alle neue verbauten Teile testen wollten und herausfinden, wo wir noch eine kleine Verbesserung hinzufügen könnten. Weiterlesen

Standby….

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….oder war es ein verlängerter Winterschlaf? Bei unserer Rückkehr kurz vor Weihnachten (2020) waren wir voller Zuversicht, dass der ganze Corona-Spuck bald vorbei sein würde. Zwar legte die zweite Infektionswelle bereits wieder vieles still und versetzte das menschliche Zusammensein in einen Kriechgang.

Bei unserer Rückkehr aus dem südlichen Europa hatte ich mir (Tom) einiges vorgenommen und als Schneesportfan träumte ich bereits von vielen Schneesportlagern, wo ich mich als Jugendleiter einsetzen lassen wollte. Dass diese Lager bereits schon seit längerer Zeit abgesagt wurden, zog ich vorgängig kaum in Betracht und war, beim Durchstöbern von irgendwelchen Suchanfragen von Schneesportleitern, leicht enttäuscht. Somit verabschiedete sich meine Wintersaison noch bevor sie begonnen hatte. Unser Reisebudget erlaubte mir, ohne auf irgendeine Einnahmequelle zurück zu greifen, keine Neuanschaffung einer kompletten Wintersportausrüstung.

So begnügte ich mich mit Wanderungen in der näheren Umgebung und wenigen Biketouren. Nebst den Trekkingschuhen stand mir noch mein altes Bike zur Verfügung, so dass mir bei schönem Wetter doch ein paar wunderbare Touren durch den winterlichen Jura gegönnt waren. Leider versagte mein alt geliebtes Bike kurz nach Ostern seinen weiteren Dienst und mit gebrochener Kettenstrebe lassen sich keine weiteren Ausflüge durchführen. So wurde ich definitiv zum Wanderer.

Für unseren Jeep hatten wir uns bereits wieder ein paar weitere Anpassungen und Änderungen vorgenommen. Bei unserer Rückkehr stand der, als Schnäppchen gekaufte Reserveradträger bereits in der Werkstatt bei meiner Mutter zur Montage bereit. Das bestehende Reserverad ist für den Originalträger an der Hecktür einfach zu schwer und diese Belastung verursachte immer wieder Probleme mit dem Schliessmechanismus der Türe. Nebst weiteren kleineren Reparaturen am Camping-Kit planten wir ebenfalls den Wechsel der Markise vom Aufstelldach. Die bald dreijährige Nutzung hinterliess Spuren am Zeltstoff und durch den Abrieb war es nicht mehr überall komplett dicht.

Während sich Chantal ihren medizinischen Problemen und Abklärungen widmete, vertiefte ich mein Können in der Planung der Rahmenverlängerung unseres Grundfahrzeuges, so dass wir den neuen Reserveradträger entsprechend montieren konnten. Die technischen Zeichnungen waren bald erstellt, doch schon bereitete uns die Materialbeschaffung eine weitere Hürde; Klein- und Privatkunden werden von den Händlern nur ungern oder gar nicht beliefert. Schlussendlich halfen frühere Beziehungen weiter. Zwar standen für uns manchmal nicht nachvollziehbare Aufschläge für die Kleinbezüge in Rechnung, aber meinem Werk der Rahmenverlängerung konnten sie nichts mehr anhaben. Unter andern benötigte ich 20 Schrauben einer gewissen Grösse und Festigkeit und musste zähneknirschend das Paket mit 100 Schrauben akzeptieren.

Dass solche Bastelarbeiten, die exakt für ein bestehendes Produkt konstruiert werden müssen, oft Lehrgeld kosten sollte fast selbstredend sein. Bei einem falsch zusammen geschweissten Teil bedeutet dies oft nur noch die Entsorgung in der Schrotttone. Trotz den Fehlern während der ganzen Konstruktion um die neue Aufhängung am Autoheck machte mir die ganze Arbeit viel Spass, und ich war fast etwas enttäuscht als die Arbeiten erfolgreich beendet waren. Die weiteren Kleinarbeiten verzettelten mich zeitlich und immer wieder standen nach der Lösung eines Problems zwei weitere an; oder noch grössere, die ebenfalls gelöst werden mussten. Doch Zeit hatte ich mehr als genug, den die Restriktionen um die Corona-Pandemie schienen nicht aufzuhören und von der Obrigkeit folgten eine Vertröstung nach der anderen. Für Reisen wahrlich ein schlechter Zeitpunkt!

So widmete ich mich einem ganz neuen Experiment und versuchte es in der Baumpflege. Schon bei meinen Wanderungen rund um Aesch begutachtet ich immer wieder die unterschiedlichen Baumschnitte und wie geschnitten wurde. In unserer Erbgemeinschaft befindet sich noch ein Stück Land, auf welchem Kirsch- und Apfelbäume stehen, und ihre letzte Pflege lag schon über fünfzehn Jahre zurück. Mutig schritt ich zur Tat und lichtete die Bäume stark aus, schnitt das tote Holz komplett heraus und verkleinerte das Aussehen sowohl in der Höhe als auch in der Breite. Die zukünftigen Fruchterträge spielten eine untergeordnete Rolle, da wir diese alten Bäume nicht mit chemischen Mitteln behandeln wollen und somit kaum Top-Früchte ernten können. Jedenfalls bin ich gespannt, wie sich die Bäume nach meinem Schnitt wieder vitalisieren und ob sie und noch für ein paar Jahre mit ihrer Blütenpracht erfreuen werden. Zusätzlich werden sie sicher noch ein paar Kilo CO² binden und den schlechten ökologischen Fussabdruck unseres mobilen Heims verringern.

Auf Ostern hin wurden in vielen Ländern die Restriktionen erneut verschärft, und die Behörden hatten vor einer dritten Krankheitswelle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einen riesen Respekt. Da waren die schweizerischen Massnahmen in Bezug auf das ausländische Umfeld gerade harmlos und erlaubten uns relativ grosse Freiheiten. Doch diese schweizerische Lockerheit hatte auch seinen Preis: Kaum bei jemanden zu Besuch, schon meldete sich der kantonale Krisenstab und auferlegte mir eine zehntägige Quarantäne. So schnell kann es manchmal gehen, schon steht man mitten im Geschehen und ist gefangen im eigenen Zimmer mit äusserst kurzem Auslauf.
….übrigens, mein zweiter Geburtstag in Quarantäne! Na dann; prost und alles Gute für die weiteren Vorhaben.

Auffahrt und Pfingsten war in Mitteleuropa eher eine feuchte Angelegenheit und für Ausflüge kreuz und quer durch die Schweiz eher unpassend. Die warme und trockene Stube in Alain’s Wohnung zogen wir den nassen Camps vor, zumal die Temperaturen wieder sanken und ab 1300 Meter Schnee fiel.

Noch vor Pfingsten ging es für uns beide bald einmal zur ersten Corona-Impfung, gefolgt von der zweiten Impfung und wir hofften, dass dank diesem Impfstoff in den Blutbahnen, unser Abenteuer bald einmal weiter gehen kann. Doch, weit gefehlt, die behördlichen Mühlen mahlen zeitweise sehr langsam, neu Varianten und Erkenntnisse tauchten auf und erneut war viel Geduld gefragt. Wir planten auch sehr viel an neuen Reisezielen und mussten immer wieder „klein beigeben“; es gab einfach keine Sicherheit irgendetwas ausserhalb Mitteleuropa zu planen. Für Individualtouristen steht die Welt beinahe still!

Tja, wir wären eigentlich bereit – der Jeep gepackt und wir in den „Startlöchern“.

Heimweg ins Asyl

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Nach der letzten Nacht unter Wildschweinen auf spanischen Boden folgte noch ein Übergang, der uns nach Portbou/Spanien brachte. Mit grosser Angespanntheit stiegen wir hinauf zum Grenzpass „Coll dels Belitres“, wo wir eine Grosskontrolle und viele Beamte erwarteten. Chantal war auch bereit, die ganze Konversation mit den Beamten zu führen, da sie der französischen Sprache viel besser mächtig ist als ich. Weiterlesen

Kapitulation!

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Ja, wir kapitulieren – vorerst! Corona zwang uns in die Knie.
Schon in Portugal war es klar; wir gehen nach Hause. Ein weiteres Ausharren war nicht unser Ding und in drei Monaten hätten wir diesen Weg – so oder so – eingeschlagen. Lange wussten wir jedoch nicht, welchen Weg wir wählen konnten und wie schnell unsere Reise nach Norden gehen würde. Weiterlesen

In der Falle

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…gefangen im Südwesten Portugals
Haben wir mit der Flucht von Spanien nach Portugal aufs falsche Pferd gesetzt? In der südwestlichen Ecke erreichten uns täglich neue Meldungen über irgendwelche weiteren Corona-Massnahmen. Selbst aus Spanien waren die Nachrichten nicht besonders aufmunternd und ab einem bestimmten Datum musste ein negativer PCR-Test (Corona-Test) mitgeführt werden. Bei unserer Abreise in Andalusien hofften wir auf eine baldige Abschwächung der Schutzmassnahmen. Weiterlesen

Nach Westen; auf nach Portugal

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Die Nachricht wegen den verschärften Corona-Massnahmen in Spanien liess uns keine Ruhe. Ab Mitternacht des gleichen Tages traten diese Einschränkungen in Kraft! Wir stöberten noch eine längere Zeit im Internet herum um möglichst viele und genauere Informationen zu erhalten, so dass wir einen entsprechend Entschluss fassen konnten. Bald wussten wir auch, dass die südlichste Region in Portugal   weiterhin mit sehr niedrigen Neuinfektionen aufwarten konnte und für Touristen keine grösseren Einschränkungen zu befürchten seien. Nach einem intensiven Studium der Karte stellten wir fest, dass wir noch vor Mitternacht die Grenze zu Portugal überfahren und somit für die nächste Zeit uns frei bewegen konnten. Hoffentlich! Weiterlesen

Almería

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…gefangen in der Provinz
Rechtzeitig waren wir in der östlichen Provinz von Andalusien eingetroffen, bevor sich die Tore schlossen und die Bewegungsfreiheit zusätzlich einschränkte. Wir hatten bald keine Lust mehr, täglich die neusten Corona-Nachrichten zu lesen; für das Wohl des Menschen werden immer mehr Einschränkungen erlassen. Verrückt! Weiterlesen

Spaniens Ostseite

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….Flucht in den Süden!
Mit neuem Elan, sauberen Kleidern und gewarteten Jeep starteten wir zur nächsten Etappe und das Ziel war gleich zu Beginn klar; wir wollen endlich in den Süden, wo es sicher noch etwas wärmer sein wird als auf dem windigen Campingplatz in der Nähe des Ebro-Deltas. Nein, auch diesmal folgten wir nicht dem einfachsten Weg der Küste entlang, sondern kraxelten erneut über unzählige Sierras im Landesinnern. Weiterlesen

Spanien quer

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…ans Mittelmeer
In Santiago de Compostela entschieden wir uns, vorerst die Reise nach Portugal zu verschieben, da wir vermutlich bei einer Rückkehr nach Spanien für zwei Wochen in Quarantäne müssten. Gleichzeitig vernahmen wir, dass selbst die spanische Regierung die Bewohner wieder an die „kürzere Leine“ nehmen möchte; die Corona-Pandemie ist noch lange nicht ausgerottet! Ebenso war das Wetter sehr veränderlich und kalt, was wir beide nicht ganz mögen. Deshalb entschlossen wir uns, quer durch das riesige Land an die Mittelmeerküste zu fahren, wo vermutlich die touristische Infrastruktur noch nicht ganz in den Winterschlaf versunken ist und das Wetter vermutlich noch etwas stabiler sein wird. Weiterlesen